Der Schornsteinfeger: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

Schornsteinfeger-Innung MÜNSTER

Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.

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117 Millionen Tonnen CO2 weniger

Regelmäßige Kontrolle durch den Schornsteinfeger senkt den Schadstoffausstoß

Die Diskussion über hohe CO2-Werte ist zur Zeit in vollem Gange. Sie betrifft nahezu alle Verbraucher und auch der häusliche Heizungsbetreiber kann sich dem nicht verschließen. Etwa 115,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) werden pro Jahr von privaten Haushalten in die Atmosphäre entlassen. (Quelle BMWi und BMU Berichtsjahr 2004, Stand 04/2007). Durch die regelmäßige Überprüfung der Heizungsanlage durch den Schornsteinfeger kann jedoch jeder Hausbesitzer selbst etwas für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel tun.

Aktuelle Zahlen des ZIV (Zentralverband des Schornsteinfegerhandwerks) zeigen, wie wichtig die regelmäßigen Kontrollen sind. Allein bei den 2006 überprüften Gasheizungen wiesen 248.000 Anlagen einen CO-Wert zwischen 500 und 1.000 ppm auf. Bei 203.000 der Messungen überschritt der Wert sogar den Ausstoß von 1.000 ppm. Eine Wartung dieser Feuerstätten ist unumgänglich.

Fasst man die Ergebnisse aus den Überwachungsmessungen zur 1. Bundesimmissionsschutzverordnung von 1994 bis 2006 zusammen, wird deutlich, dass aufgrund der Erstellung von Mängelberichten durch den Schornsteinfeger und den daraus resultierenden Wartungsarbeiten der CO2-Ausstoß jährlich um 5,1 Mio. Tonnen vermindert wurde. Seit 1994 gelangten durch die neutrale Überwachung immerhin 117 Mio. Tonnen weniger Kohlendioxid in die Erdatmosphäre. Ein Umstand, den es angesichts einer drohenden Klimakatastrophe auch in Zukunft zu berücksichtigen gilt. Das Schornsteinfegerhandwerk trägt als moderner Dienstleister erheblich zum Schutz der Umwelt bei. Darüber hinaus schafft seine Tätigkeit ein hohes Maß Sicherheit für den Heizungsbetreiber.


Aktuelle Texte und Fotos stehen im Internet als Download unter www.last-pr.de im Bereich Presseclub bereit.


Brennholz wird knapp

Heizen mit Nadelholz im Münsterland noch weitgehend unbekannt

Seit dem Schneechaos im November 2005 ist der Verkauf von holzbeheizten Öfen im Münsterland sprunghaft angestiegen. Aber auch die Verteuerung von Öl und Gas bringt viele Menschen dazu, s.g. Schwedenöfen oder Kachelöfen in ihren Wohnungen zu installieren.
Da fertiges und gut abgelagertes Holz auch nicht gerade billig ist, hat das Interesse an der eigenhändigen Aufarbeitung von Holz im Wald stark zugenommen. Motorsäge und persönliche Schutzausrüstung sind weitere Investitionen, um das eigene Brennholz im Wald aufzuarbeiten. Dabei besteht zunächst das Problem, daß frisches Holz mindestens zwei, besser drei Jahre frei belüftet unter Dach trocknen sollte, bevor es seinen optimalen Brennwert hat und in den Ofen wandern kann. Wer sein Brennholz früher verbrennt, riskiert eine Schornstein-Versottung und Kaminbrände, teilt die Schornsteinfegerinnung Münster mit. In diesem Winter ist regional im westlichen Münsterland ein Ansturm auf Brennholz zu verzeichnen, daß die Waldbesitzer kaum noch in der Lage sind, der Nachfrage im Zuge einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft Herr zu werden. Viele Waldbesitzer verkaufen daher kein Brennholz mehr. Immer noch geistert durch die Köpfe der Verbraucher, daß nur Laubholz, insbesondere Buche, Eiche, Esche und Birke als Brennholz geeignet ist. Da das westliche Münsterland mit ca. 15 % Waldanteil zu den am geringsten bewaldeten Regionen Deutschlands gehört (NRW 26 %, Bund 33 %) und hier das Nadelholz vorherrscht, ist absehbar, daß das weniger vorhandene Laubholz die hohe Nachfrage nicht befriedigen kann.
Nadelholz und insbesondere Kiefernholz ist dagegen noch reichlich vorhanden. Kiefernholz hat, was kaum jemand weiß, einen höheren Heizwert als Buchenholz, brennt aber etwas schneller ab. Laut Aussage der Schornsteinfeger-innung schädigt trocken verbranntes Holz weder Ofen noch Schornstein und kann insofern gut für Heizzwecke verwendet werden. Hierauf weist auch die Schornsteinfegerinnung hin. Urlauber, die in Süddeutschland, Österreich oder Skandinavien waren, wissen, dass dort die Brennholzstöße vor den Häusern weitgehend aus Nadelholz bestehen. Seit Generationen wird hier mit Nadelholz geheizt.
Die Ablehnung dieses Holzes im Münsterland durch den Verbraucher stammt aus der Zeit der offenen Herdfeuer und Kamine, in denen wegen der Spritzgefahr kaum harzhaltiges Holz verbrannt wurde. Für die Verheizung im Ofen spielt allerdings dieses Argument keine Rolle. Fichten- und Kiefernholz ist z. Z. im Wald noch reichlich vorhanden und wird deutlich günstiger abgegeben als Buchenholz.


Dachstuhlbrand durch heißen Edelstahlschornstein

Rubrik 'Lokale Kreisnachrichten' - HZ - 05.01.2007


Ein Feuerwehrmann mit Erschöpfungssymptomen
Heißer Schornstein Ursache für einen Dachstuhlbrand
Mit enormen Kraftakt verhindern Löschmänner noch höheren Schaden


HELDENFINGEN. Rund 100 000 Euro Sachschaden, denen gerettete Sachwerte in dreifacher Höhe gegenüberstehen, sind die Bilanz eines Dachstuhlbrandes gestern in Heldenfingen. Ein Feuerwehrmann musste aufgrund von Erschöpfungssymptomen die Hilfe von Rotkreuz-Rettungssanitätern in Anspruch nehmen.
Um 11.22 Uhr wurde am gestrigen Donnerstag Vollalarm für die Feuerwehr-Abteilungen Gerstetten, Heldenfingen und Heuchlingen ausgelöst werden. Noch auf der Anfahrt meldete die Besatzung des Gerstetter Tanklöschfahrzeugs, dass über Heldenfingen und dem Anwesen Rüblinger Straße 22 sich ein mächtiger Rauchpilz aufbaut. In Minutenschnelle trafen die 75 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen ein und bekamen aus Heidenheim Unterstützung durch den Gerätewagen Atemschutz und ein Messfahrzeug mit Wärmebildkamera.
Der Hauptkommandant der Gesamtwehr, Werner Fronmüller, und sein Stellvertreter Peter Becher übernahmen die Einsatzleitung. Fünf Trupps unter Atemschutz waren wechselseitig im Einsatz und waren zunächst in ihrem Tatendrang eingeschränkt, weil die Überlandwerke noch nicht die Stromleitung auf dem Dach abgeschaltet hatten. Massiver Löschangriff wurde sowohl innen im Gebäude wie von außen vorgetragen. Bestens bewährte sich in diesem Falle die Drehleiter, von deren Rettungskorb aus mit einem weiteren Angriffsrohr gearbeitet wurde. Insgesamt waren fünf Rohre zur Brandbekämpfung im Einsatz. Nach etwa 30 Minuten war der Brand soweit unter Kontrolle, dass für weitere Bereiche des Gebäudes oder die Nachbarschaft keine ernste Gefahr mehr bestand.
Um die zahllosen Glutnester unschädlich machen zu können, musste in bestimmten Bereichen das Dach systematisch abgedeckt und etwas Mauerwerk abgebrochen werden. Mit großer Anteilnahme verfolgten zahlreiche Heldenfinger die Bemühungen der Feuerwehrleute und bedauerten sehr die brandgeschädigte Familie, die in den letzten zwei Jahren unter großen Opfern dieses ältere Gebäude wunderschön umgebaut hatte. Die Lösch- und Aufräumarbeiten zogen sich fast vier Stunden hin.
Die Brandursache war recht schnell klar: Auslöser für den heftigen Dachstuhlbrand war die enorme Hitzestrahlung, die im Dachgebälk von einem überhitzten Edelstahl-Schornstein ausging.

Klaus-Dieter Kirschner


Artikel in der Dülmener Zeitung Streiflichter

Kreis Coesfeld/Dülmen.

Jedes halbe Jahr ist es wieder Zeit - dann heißt es für alle Schornsteinfeger in Deutschland, ihre Messgeräte neu eichen zu lassen. So sieht es das Gesetz vor. Das geschieht für den Regierungsbezirk Münster in Dülmen - genauer gesagt in der "Technischen Prüf- und Vertriebsstelle des Schornsteinfegerhandwerks für den Regierungsbezirk Münster GmbH" - kurz: TPV - am Alten Ostdamm.

Hier ist die Anlaufstelle für alle 236 Schornsteinfegerbetriebe des Regierungsbezirks, und hier steht auch das rund 60 000 Euro teure und alle zwei Jahre vom TÜV Bayern geprüfte Eichgerät, mit dem die häufig rund 1 500 bis 2 000 Euro kostenden Messgeräte der Schornsteinfeger gegen ein Entgelt von 80 Euro gecheckt werden. Auch Messgeräte etwa von Heizungsinstallateuren werden auf Wunsch geprüft - allerdings ist diese Zunft nicht zu einer Prüfung verpflichtet. Es geht bei der Prüfung um Kohlenmonoxid, Sauerstoff und Wasserstoff. Diese Gase finden sich in genau definierten Anteilen in einem zertifizierten Referenzgasgemisch, mit dem die Eichanlage arbeitet. Wenn die Geräte der Schornsteinfeger - rund 4 000 davon sind in Dülmen aktenkundig - diese Gasanteile nicht richtig messen, werden sie nachgeregelt, sprich: kalibriert. Manchmal müssen sie auch richtig repariert werden. Und so gibt es zweimal im Jahr über jeweils einen gewissen Zeitraum reges Kommen und Gehen in der TPV.
"Die Kollegen kommen morgens, bringen ihre Geräte, und mittags können sie sie in der Regel wieder mit einem Eichsiegel mitnehmen", sagt Frank Janson. Der Bezirksschornsteinfegermeister aus Gelsenkirchen leitet den Prüfstand.

"Zwischendurch gehen unsere Schornsteinfegerkollegen in die Schornsteinfegerschule und nehmen an den Schulungen der Innung teil."

Gesetzliche Neuerungen, Neues aus der Heizungs- und Messtechnik, aus der technischen Begriffskunde - alle Bereiche, in denen Schornsteinfeger fit sein müssen, werden in den halbjährlichen Schulungen bearbeitet. Viele Schornsteinfeger nutzen parallel zur Geräteprüfung und Schulung auch das weitere Angebot der TPV.
Denn hier finden sich hunderte von Produkten, die ein Schornsteinfeger so braucht: Berufskleidung, Kehrbesen jeglicher Ausführung, Formulare für den Papierkram, Geräte-Ersatzteile und natürlich auch die neueste Kameratechnik, mit der Schornsteinfeger das Innenleben von Kaminen prüfen undauch ihren Kunden zeigen können. Als Schmankerl gibt es zudem auch unter anderem leckere Weine mit Schornsteinfeger-Aufkleber.
"Es ist für die Kollegen sehr von Vorteil, dass wir hier so viel Material anbieten, das außerdem auch in der für NRW zuständigen Schornsteinfegerschule hier in Dülmen verwendet wird. Zumal wir nur das ins Sortiment aufnehmen, was wir selber im Berufsalltag als sinnvoll und gut getestet haben", so Frank Janson. "Wir" - das sind die Hand voll Schornsteinfegermeister, die abwechselnd und während der Eichphasen zweimal im Jahr gemeinsam in der TPV Dienst tun. "Wir kommen alle aus der Praxis. Wenn also ein Kollege ein Problem hat, findet er in der TPV kompetente Ansprechpartner", sagt Frank Janson. Rund 15 solcher von Schornsteinfegern betriebenen Verkaufsstellen gibt es in Deutschland - für insgesamt gut 8 400 Schornsteinfegerbetriebe bundesweit. Allesamt sind sie nach der einschlägigen DIN-/ISONorm zertifiziert, "genauso wie die Innungen auch. Somit ist der ganze Berufsstand der Schornsteinfeger in Deutschland ausnahmslos zertifiziert", so Frank Janson.

"Eine Sache, die weltweit absolut einzigartig ist."


verwandte Links:
Streiflichter in der TPV-Dülmen
Streiflichter in der TPV-Dülmen - Teil 2


Weiterbeschäftigung ist garantiert

Schornsteinfegerinnung sprach ihre Auszubildenden frei



-lex- Münster.
Das einstimmige Urteil der Schornsteinfegerinnung: Freispruch. Für alle Lehrlinge. Insgesamt 15 Auszubildende aus dem Regierungsbezirk Münster wurden am Samstag ins Gesellenleben entlasen und damit vom Lehrlingstum freigesprochen. Gefeiert wurde im Haupfgebäude der Handwerkskammer an der Bismarckallee. Besonders erfreulich: Alle Auszubildenden werden von ihren Arbeitgebern weiterbeschäftigt.

"Wir halten die Zahlen der Lehrlinge bewusst niedrig, um ihnen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung auch sicher einen Arbeitsplatz anbieten zu können", erklärte Lehrlingswart Karl Heinz van Wesel.
Dementsprechend gestaltet sich auch die Zahl des neuen Auszubildenden-Jahrgangs. In den 235 Betrieben im Regierungsbezirk Münster haben 17 junge Leute ihre Lehre begonnen.
Ebenso wichtig wie die Ausbildungszahlen ist für die Innung die Frauenquote. Und die scheint zu steigen. Noch vor wenigen Jahren war das Wort "Frau" ein Fremdwort in Schornsteinfegerkreisen. Jetzt gibt es im Regierungsbezirk Münster immerhin fünf Schornsteinfegerinnen, zwei davon sind sogar Meisterinnen.

Gelesen Westfälische Nachrichten


CDU Abgeordnete des Münsterlandes bei den Schornsteinfegern

Ein Schuss in den Ofen sind aus Sicht des Schornsteinfegerhandwerks die von der Bundesregierung eingeleitete Reform zum Bürokratieabbau und die damit verbundene Deregulierung. Das betonte Landesinnungsmeister Hans-Günter Nellen (Willich) bei einem Treffen in der Schornsteinfegerschule Dülmen mit den CDU Abgeordneten aus dem Münsterland.

"Nur die flächendeckende Überprüfung der Haushalte durch die Schornsteinfeger verhindern eine Kostensteigerung", warnte er.

Obermeister Karl-Heinz Vogt betonte, dass das bisherige System im Schornsteinfegerhandwerk für alle Beteiligten das günstigste sei. Nach Worten des heimischen Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier wolle die CDU die deutsche Regelung mit der Gewährleistung der hohen Standards beibehalten. Der Dülmener begrüßte außerdem, dass der Standort der Schornsteinfegerschule - im Gegensatz zu früheren Jahren - für die Zukunft gesichert sei. Die Einrichtung habe einen weltweit hervorragenden Ruf..

Gelesen: Dülmener Zeitung 13.9.05 Foto Ralf Repöhler


Der Schornsteinfeger ist nicht nur Glücksbringer

Sicherheit für das eigene Heim durch regelmäßige Kontrolle



Das eigene Heim ein Raub der Flammen - so sieht das Horrorszenario so manches Hausherren aus. Neben den Sachschäden durch Brände, die sich in Deutschland jährlich auf ca. 4,5 Mrd. Euro belaufen, wiegen jedoch die Schäden an Leib und Leben der Bewohner wesentlich schwerer. Statistisch gesehen sterben deutschlandweit täglich zwei Menschen an den Folgen eines Brandes. Hinzu kommen jährlich ca. 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und 60.000 Menschen mit leichten Brandverletzungen. Eine erschreckende Zahl, die längst nicht so hoch sein müsste. Sie ließe sich durch vorbeugenden Brandschutz leicht absenken. Hier ist jedoch nicht nur privates Engagement gefragt, sondern auch Kontrolle von Seiten des Staates.
Für die Überprüfung der Feuerungs- und Heizungsanlagen ist der Schornsteinfeger verantwortlich. Er sorgt mit seinen jährlichen Mess- und Reinigungsarbeiten für eine größtmögliche Sicherheit. Es ist daher fraglich, ob die derzeit diskutierten Bestrebungen zur Deregulierung der Kehr- und Messarbeiten des Schornsteinfegers zu einer Senkung der oben angeführten Zahlen beitragen.

Was sind die Aufgaben eines Schornsteinfegers?



Der Schornsteinfeger sorgt in erster Linie für die Sicherheit von Heizungsanlagen. Er ist außerdem für die Einhaltung von Brand- und Umweltschutzvorschriften zuständig. Die Bürger profitieren davon nicht nur durch eine höhere Sicherheit für ihre Gesundheit und ihr Eigentum, sondern auch durch saubere Luft und eine weniger belastete Natur. Der Schornsteinfeger hilft durch seine Arbeit dem Staat, die erlassenen Verordnungen und Baugesetze durchzusetzen. Wie wichtig diese bei Hausbesitzern und Mietern nicht immer beliebten Vorgaben sind, zeigt ein Blick über den Gartenzaun zu unseren europäischen Nachbarn.
Allein in Belgien (10 Mio. Einwohner) sterben jährlich etwa 200 Menschen an einer CO-Vergiftung (CO = Kohlenmonoxid). In Frankreich sind es sogar 7.500 Fälle, von denen rund 400 tödlich enden. In Ungarn sind pro Jahr ca. 50 CO-Tote zu beklagen. Ähnlich hohe Zahlen liegen aus Italien und aus Großbritannien vor. Auch in diesen Ländern gibt es Vorschriften, die das Kehren von Schornsteinen und die Überprüfung der Heizungsanlage regeln. Ihre Einhaltung wird jedoch, wie beispielsweise in Luxemburg bis zum Jahr 1995, nicht bis zur letzten Konsequenz gefordert. Sehr zum Nachteil der Bürger. Nachdem in Luxemburg der Beruf des Schornsteinfegers offiziell anerkannt wurde, bestand die Möglichkeit, die Einhaltung der Vorschriften zu kontrollieren. Wie sich zeigte, mit Erfolg, tendiert doch die Zahl der CO-Geschädigten, wie in Deutschland, gegen Null. In Deutschland ist, Dank der Gesetzgebung, die Anzahl der Todesfälle, die auf CO-Vergiftungen zurückzuführen sind, so gering, dass sie von der Statistik nicht mehr erfasst werden.
Neben der Sicherheit für die Bewohner haben regelmäßige Messungen und Überprüfungen der Heizungsanlage auch einen positiven Effekt auf den Geldbeutel. Als Folge der vorgeschriebenen Wartungen konnten im Jahr 2004 in Deutschland ca. 85 Mio. Liter Heizöl und 49 Mio. m3 Erdgas eingespart werden. Daraus ergibt sich ein Energiepotential, mit dem sich ca. 65.200 Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von 150 m2 (bei einem angenommenen Heizenergieverbrauch von 130 kW/h / m2) beheizen lassen. Eine stolze Zahl, vor allem, wenn man die steigenden Energiepreise berücksichtigt.

Bekommt der Schornsteinfeger Konkurrenz?



In der jüngeren Vergangenheit berichtet die Presse immer wieder über die Infragestellung des "Schornsteinfegermonopols". Soll sich der Hausbesitzer seinen Schornsteinfeger selbst aussuchen können? In der Schweiz und in Luxemburg haben Hausbesitzer bereits die freie Wahl. Der Blick zu unseren Nachbarn offenbart aber auch die Nachteile dieses Systems. In der Schweiz stiegen beispielsweise die Gebühren um bis zu 20 %. Und auch in Luxemburg wird dem Kunden jeder Posten auf der Rechnung einzeln präsentiert. Für die Kehrung eines Schornsteins zahlt der Hausherr 73,21 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für den technischen Dienst der Handwerkskammer. Er nimmt die Feuerungsanlage, ähnlich wie beim TÜV, alle zwei Jahre ab. Zusätzlich ist vom Heizungsbauer eine Rauchgasanalyse zu erstellen. Beide Posten werden noch einmal separat in Rechnung gestellt.
Alle oben aufgeführten Tätigkeiten werden in Deutschland vom Schornsteinfeger in einer Hand durchgeführt. Der Vorteil für den Bürger: Die Anzahl der zu vereinbarenden Termine bleibt so gering wie möglich. Und auch für den Schornsteinfeger ergeben sich Vorteile: Er kann die einzelnen Straßen Haus für Haus "abarbeiten" und spart auf diese Weise lange Anfahrtswege. Eine wirtschaftliche Arbeitsstruktur, sie sich beim Kunden in der Schornsteinfegerrechnung positiv bemerkbar macht. Darüber hinaus hat der Hausbesitzer natürlich die Möglichkeit, mit dem Schornsteinfeger einen individuellen Termin zu vereinbaren.
Auch der Gesamtverband der Versicherer favorisiert die jetzige Rolle des Schornsteinfegerhandwerks. Dort ist man der Meinung, dass die regelmäßige Kontrolle der Heizung durch den Experten zur Vermeidung von Sach- und Umweltschäden beiträgt. Bereits jetzt ist abzusehen, dass bei Wegfall der heutigen Regelung die Prämien für Feuer-, Gebäude- und Hausratversicherung in die Höhe schnellen dürften. Ein Aspekt, der nicht im Interesse der Haus- und Grundbesitzer liegt.
Eine weitere negative Auswirkung bei einer möglichen Deregulierung ist die Schwierigkeit der Kontrolle, ob die Messabstände auch eingehalten werden. Zusätzliche Statistiken müssten von einer Behörde erstellt werden, selbstverständlich zu Lasten des Steuerzahlers.

Zum Nutzen der Allgemeinheit



Betrachtet man die Arbeit des Schornsteinfegers unter dem volkswirtschaftlichen Aspekt, muss man auch die arbeitsmarktpolitische Situation mit berücksichtigen. In 7.948 Schornsteinfegerbetrieben betreuen rund 15.000 Mitarbeiter und 1.849 Auszubildende einen Bestand von 14 Millionen Gebäuden. Nach Angaben der Programmgruppe "Systemforschung und technologische Entwicklung" des Forschungszentrum Jülich ergibt sich allein durch die durchgeführten Energieberatungen ein Investitionsvolumen von ca. 132 Mio. Euro pro Jahr. Dazu kommen die eingesparten Energiekosten, die sich mit den abgesenkten Abgasverlusten ergeben. Nimmt man für einen Liter Heizöl EL einen Preis von 40 Cent und für einen Kubikmeter Erdgas 35 Cent an, so ergibt sich allein für das Jahr 2004 ein Einsparvolumen in Höhe von 51,15 Mio. Euro. Eine Summe, die in Zeiten steigender Energiepreise für sich spricht.
Und auch die Umwelt profitiert durch die regelmäßige Arbeit des Schornsteinfegers. Im Jahr 2004 haben die Aktivitäten des Schornsteinfegerhandwerks zusammen genommen dazu geführt, dass die Umwelt spürbar entlastet wurde. Nachweislich gelangten ca. 312.000 Tonnen Kohlendioxid, 254 Tonnen Stickoxide und 252 Tonnen Schwefeldioxid weniger in die Atmosphäre. Ein Aspekt, der allen Bürgern und zukünftigen Generationen zugute kommt.

Fazit


Generell wendet sich das Schornsteinfegerhandwerk nicht gegen die Marktöffnung und die Möglichkeit für den Hausbesitzer, seinen Schornsteinfeger selbst zu wählen. Priorität müssen jedoch die Sicherheit für die Menschen und der Umweltschutz haben. Wie der Blick in unsere Nachbarländer zeigt, bringt eine vollkommene Öffnung nach rein marktwirtschaftlichen Aspekten für den Bürger eine Reihe von Nachteilen mit sich. Dies bezieht sich nicht nur auf die zu erwartenden höheren Kosten, sondern birgt auch Risiken für Gesundheit und Umwelt.


Gespräch mit Dr Peter Paziorek MdB

Kürzlich traf der heimische Bundestagsabgeordnete und umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion Dr. Peter Paziorek Vertreter der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Münster zu einer Gesprächsrunde in der Kreishandwerkerschaft in Warendorf. Das Schornsteinfegerhandwerk steht im Zuge verschiedener europarechtlicher Vorgaben vor bedeutenden Veränderungen: Aktuell liegt dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) ein Gesetzesentwurf vor, der unter dem Stichwort "Wettbewerbsmodell" das alte Schornsteinfegerrecht ablösen soll. Diese Bezeichnung werde jedoch den Konsequenzen einer derartigen Reform nicht gerecht befürchten Karl-Heinz Vogt und Alfred Isfort von der Schornsteinfegerinnung. Eine geplante Abschaffung der Kehrbezirke und eine Reduzierung der Kontrolltätigkeiten durch den Bezirksschornsteinfegermeister führten nicht nur zum Verlust von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sondern auch zu Mängeln bei der Sicherheit, da eine flächendeckende Kontrolle und die Ausführung von unrentablen, jedoch notwendigen Arbeiten bei einer Marktregulierung über den Preis nicht gewährleistet sei. Der Blick auf europäische Nachbarländer zeige, dass eine Marktliberalisierung mit dem hohen Preis der Zunahme von Schadensfällen im Zusammenhang mit fehlender Brandsicherheit bezahlt werden müsse. So sterben in Frankreich jährlich 400 Menschen durch Kohlenmonoxidvergiftungen. In Deutschland sei die Zahl auch auf Grund der flächendeckenden Überwachung durch die Bezirksschornsteinfeger, die zudem auch Brandschutz- und Energieberatung übernähmen so gering, dass sie vom statistischen Bundesamt nicht erfasst würden. Dr. Paziorek zeigte Verständnis für die Bedenken der heimischen Schornsteinfeger und kritisierte die fehlende Stimmigkeit des Gesamtkonzeptes: Gerade im ländlichen Raum könnten die Kostenersparnisse nicht im Voraus abgeschätzt werden.Den Kompromiss zwischen der von Brüssel geforderten Liberalisierung und der Erhaltung der hochwertigen Sicherheitsstandards sei eine Modifizierung des bisher geltenden Rechts: Eine Erhaltung der Kehrbezirke einerseits schaffe die notwendigen flächendeckenden Kontrollmechanismen, eine zeitliche Begrenzung der Bezirksvergabe sorge andererseits für niedrige Kosten für die Kunden.


Alte Heizung Ein Risiko !

Schornsteinfeger decken Mängel an Heinzungsanlagen auf

"Alt aber bezahlt?" nach diesem Motto richtet sich so mancher Hausbesitzer in Deutschland, wenn es um die Heizungsanlage in den eigenen vier Wänden geht. Ungefähr 760.000 Ölheizungen und nahezu 326.000 Gasheizungsanlagen ?glänzen? mit einem Alter von über 25 Jahren und gehören damit bereits zum alten Eisen.

Bei ihren jährlichen Messungen stellten die Schornsteinfeger im letzten Jahr bundesweit bei 3,2% der Gasheizungen und bei 4,8% der Ölheizungen eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte für den Abgasverlust fest. An über 2,2% der Ölfeuerungen wurde außerdem ein zu hoher Rußausstoß moniert. Weitere 1,3 Mio. private Heizungsanlagen fielen durch andere, nicht näher bezeichnete Mängel auf. Erschreckende Zahle, die den hohen Altbestand in unseren Heizungsräumen deutlich machen.

Das Schornsteinfegerhandwerk sieht einen ähnlichen Trend wie bereits 2002/2003. Im November 2002 war die Übergangsfrist zur Einhaltung der neu festgesetzten Abgasverlustwerte für ca. 1,1 Mio. Heizungsanlagen in Mehrfamilien abgelaufen. In 2003 war etwa die Hälfte der Anlagen erneuert und rund ein Fünftel durch Nachrüstungen verbessert. Doch bei immerhin einem Drittel der Heizungsanlagen war nichts passiert - sie erfüllten nicht die neuen Anforderungen und wurden bemängelt.

Der "schwarze Mann" sorgt durch seine jährlichen Messungen nicht nur für die Sicherheit der Hausbewohner. Er deckt auch überhöhte Immissionswerte auf, die zu Lasten unserer Umwelt gehen. Außerdem lässt sich durch niedrige Abgaswerte der Energieverbrauch senken und damit der Geldbeutel schonen.





Bundesland: Nordrhein-Westfalen
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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